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	<title>mikroskop &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/mikroskop/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "mikroskop"</description>
	<pubDate>Wed, 09 Jul 2008 14:31:40 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

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<title><![CDATA[Last time Molekular Medizin]]></title>
<link>http://stega.wordpress.com/?p=1176</link>
<pubDate>Wed, 18 Jun 2008 18:22:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>stega</dc:creator>
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<description><![CDATA[heute das letzte mal molekular Medizin gehabt -juhei, es ist rum. Scheiß sinnlos - sorry, wenndas h]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>heute das letzte mal molekular Medizin gehabt -juhei, es ist rum. Scheiß sinnlos - sorry, wenndas hart klingt, es war aber so. Am Anfang immer ein total langweiliges Referat gehört (das waren die schlechtesten, die ich jemals gehört habe - und voller fehler in den PowerPointPräsentationen). Dann in Gruppen ein Thema zu einem Referat gebastelt - toll, in der Gruppe haben also 3 Leute gearbeitet und der Rest nichts gemacht. Und dann kurz vorgestellt und das wars. Gelernt: null, behalten: noch weniger. Aber jetzt ist rum, Schein gesammelt, gut ist.</p>
<p>Nach Mensa waren wir Mikroskopieren - heute wars richtig richtig voll. Hatten Glück, dass noch Plätze frei waren. Haben dann 2h lang zusammen (Markus und ich) die Präparate alle durhgegangen, er hat mir zwei Missverständnisse aufgeklärt, ich ihm ebenso und dann total fertig eben in MolMed gesessen. Dafür durften wir heute früher gehen dann - Referate waren so kurz von uns ;)</p>
<p>Und danndaheim auf Balkon - denn es hat heute mal wieder Sonne und warm - Histo weitergelernt. Jetzt fehlt noch ein Kapitel, dann hab ich alle doppelt durch. Hui.</p>
<p>Einmal will ich noch zum Mikroskop gehen - vllt mojn nach Physio, was wir zum ersten Mal haben, oder am Fr früh - noch paar Unterscheidungen mir anshauen zwischen verwechselbaren Präparaten.</p>
<p>Ansonsten hab ich eine schlechte Nachricht bzgl meines geplanten Rennradurlaubs . mein Fahrradpartner geht jetzt doch nicht mit - er ist erst mit Eltern in Urlaub und dann bei Oma und Opa noch 10 Tage und dann ist keine Zeit mehr groß für Malle. Na super. Jezt such ich evrzweifelt nach nem Mitgeher(in) - A. will ja wg Korsika-Wandern mit nem Bekannten auch nicht - mal sehen, ob ich was finde. Eventuell würde mein Vater mitgehen, damit er auch mal wieder geshceiten Urlaub hat. Mal sehen - das fände ich auch cool, wir zwei Männer unterwegs ;)</p>
<p>So, dann mahts ihr mal gut, gleich kommt wieder Fußall, nebenher natürlich Histo.</p>
<p>ich melde mich wieder, wenn ich Zeit hab ;) Mojn wie gesagt mittags Physio, danach dann Histo und dann in City noch was für meine SIs zum Abi einkaufen - sie hat am Sa Abiball - Ende der Schulzeit sozusagen ;)</p>
<p>Liebe grüße an alle :)</p>
<p>to be continued</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Besmele Mikroskopla İncelendi İşte Sonucları]]></title>
<link>http://sonuclar.wordpress.com/?p=8</link>
<pubDate>Sun, 15 Jun 2008 04:35:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>kumrum</dc:creator>
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<description><![CDATA[&#8216;İslam’a göre hayvanı besmele ile kesmek neden şarttır’ sorusundan hareket eden bilim]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>'İslam’a göre hayvanı besmele ile kesmek neden şarttır’ sorusundan hareket eden bilim adamları, besmeleli ve besmelesiz kesilen etleri inceledi. İşte sonuç:</p>
<p>Halka ve Olaylara yazarı Osman Özsoy köşesinde kaleme aldığı Kurban ve Besmele konusunda çarpıcı tespitlerde bulundu.<!--more--></p>
<p>“Besmeleli etlerde her hangi bir mikroba rastlanmıyor, Besmelesiz etlerin teşhisinde ise, sürekli çoğalan, büyük ölçüde zararlı mikrop ve bakteriler tespit ediliyor” İşte Osman Özsoy’un konu ile ilgili çarpıcı yazısı:</p>
<p>Kurban ve Besmele</p>
<p>Kurban kesimi konusunda okuduğum ilginç bir araştırmanın sonuçlarını sizlerle paylaşmak için, uzun zamandır bekliyordum. Nitekim o gün geldi çattı. 2 gün sonra bayram. İmkanı olan Müslümanlar Perşembe günü kurbanlarını kesecekler. Gelelim ilginizi çekeceğini düşündüğüm araştırmaya.</p>
<p>Çeşitli üniversitelerde görev yapan ve tıbbın farklı alanlarında uzman olan 30 profesörden oluşan bir araştırma grubu, besmeleyle kesilen hayvan etleriyle, besmelesiz kesilen hayvan etleri arasında herhangi bir fark olup olmadığını ortaya koymak amacıyla laboratuar ortamında deneysel incelemeler yapıyorlar.</p>
<p>Besmelenin sırrı …</p>
<p>Bilim adamları, hayvan kesimi sırasında dinen yerine getirilmesi zaruri olan ‘Bismillah, Allahu Ekber’ sözünün kesilen etler üzerindeki herhangi bir etkisi olup olmadığını araştırınca şaşırtıcı sonuçlarla karşılaşıyorlar.</p>
<p>Araştırmanın metot ve tekniği konusunda bilgi veren Şam Üniversitesi Eczacılık Fakültesi Dekanı Prof. Dr. Nebil Şerif; ‘Besmele ile kesilen kuş cinsi hayvan, sığır ve küçük baş hayvanların etlerinden ve besmelesiz kesilen aynı cins hayvanların etlerinden ayrı ayrı nûmuneler alarak özel laboratuarlarda uzun süreli mikroskobik incelemeler yaptıklarını söylüyor.</p>
<p>Sonuçta, Besmele ile kesilen hayvan etlerinin numunelerinin açık kırmızı gül rengini aldığı, besmelesiz kesilen et nûmunelerinin ise, siyaha yakın koyu kırmızı bir renge büründüğünü görülüyor.</p>
<p>Şaşırtan sonuç …</p>
<p>Prof. Şerif ayrıca, Besmeleli etlerde her hangi bir mikroba rastlamadıklarını, Besmelesiz etlerin teşhisinde ise, sürekli çoğalan, büyük ölçüde zararlı mikrop ve bakteriler tespit edildiğini söylüyor. Besmelesiz kesilen etlerin dokularındaki kanlarda iltihaplı akyuvarlar ve alyuvarlar tespit edilirken, Besmele ile kesilen etlerin dokularında ise, buna benzer herhangi bir sonuca rastlanmadığı tespitinde bulunuluyor.</p>
<p>Araştırmada yer alan bilim adamlarında Dr. Abdulkadir Dirani: ‘Kuran’da; <img src="http://www.minare.net/forum/Smileys/default/iccon04.gif" border="0" alt="Allah" /> adı zikir edilmeden kesilen hayvan etini yemeyin’ şeklindeki İlahi emre rağmen; hayvan kesiminde kimi zaman besmelenin ihmal edilmesi, bizleri bu konuyu bilimsel olarak araştırmaya sevk etti. Besmele ve tekbir ile hayvan kesimi konusunu araştırmaya başlarken, ekipteki bazı arkadaşlar konuya baştan soğuk baktılar. Ancak araştırmalar sırasında her safhada çarpıcı sonuçlar ortaya çıkınca, ekibin konuya olan ilgisi de artmaya başladı.</p>
<p>Besmele ve tekbirle kesilen hayvan etlerinde, Besmelesiz kesilen hayvan etlerinin aksine, et dokularında kan ve mikropların bulunmaması, besmelenin büyük bir mucizesi olarak karşımıza çıktı’ şeklinde görüşlerini dile getiriyor.</p>
<p>Araştırmayı yürüten grup adına Kuveyt Haber Ajansına açıklama yapan Prof. Dr. Halid Halave ise, laboratuar ortamında yapılan deneylerde, besmelesiz kesilen sığır, küçük baş ve kuşların et dokularında pıhtılaşmış kan, çoğalmaya müsait bakteri ve mikroplar tespit edilirken, besmele ile kesilen hayvan et dokularında ise kan, mikrop ve bakterilere rastlanmadığını ifade etmiş</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Das Karussell der Großstadt dreht sich unaufhörlich]]></title>
<link>http://monfiwi.wordpress.com/?p=298</link>
<pubDate>Mon, 26 May 2008 18:49:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>monfiwi</dc:creator>
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<description><![CDATA[Vor einigen Tagen saß ich in einem Café an einer großen Straße. Die Sonne stand an der höchsten]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Tagen saß ich in einem Café an einer großen Straße. Die Sonne stand an der höchsten Stelle und nahm sich von der Erde, das was sie wollte. Sie bespuckte die Menschen frech mit Schweißperlen, einige hatten sie auf der Stirn, andere unter den Achseln. Ich trank im Schutze des Sonnenschirms einen kalten Eiskaffee und streckte der leuchtend gelben Madame über mir die gefrorene Zunge raus, die ein wenig wie ein dünner Schneemann aussah. Dabei blieben meine Augen im bunten Treiben um mich herum haften. Eigentlich wollte ich einen langen Liebesbrief schreiben; er war schon längst fällig, aber die Verführungen vor der eigenen Nase waren zu groß. Ich weiß auch nicht, aber ich kann mich in der großen Stadt einfach nicht satt sehen. Kaum ist man zur Ruhe gekommen, macht es wieder schwupps und man dreht mit dem eigenen Kopf flotte Runden, als wäre man selbst ein Pferd auf einem Karussell.</p>
<p>Nehmen wir doch mal den Typen links neben mir. Der sitzt schon eine Weile in der prallenden Sonne. Dicke Kopfhörer trägt er, die aussehen wie Tennisbälle, als wären sie irrtümlich an seinen Ohren hängengeblieben. Er schaut geradeaus und ich vermute, er ist gar nicht hier, nur seine Hülle. Der Geist, tja, wo mag er sich wohl gerade aufhalten? Bei einer schönen Frau zwischen den Beinen oder mit dem Mund auf ihren Lippen? Vielleicht pokert er aber gedanklich gerade und ist kurz vorm Gewinnen? Oder steht er im Fußballstadion neben Michael Ballack? Eigentlich sieht er mehr wie ein Skater aus als ein Kicker. Sein Kopf spielt Ping-Pong. Im Sekundentakt wippt er von vorn nach hinten. Ich starre ihn schon eine Zeit lang  an, beobachte ihn, und er bemerkt es tatsächlich nicht.  </p>
<p>Wumm! Auf der Straße gab es soeben eine Vollbremsung. Vor mir hält ein Lastwagen mit der Aufschrift: Mobiler Schlauchkurier! Was ist bitteschön ein Schlauchkurier? Ein Kurier, der Schläuche transportiert? Oder ein Kurier, der nur Briefe in Schlauchform von A nach B bringt? Gleich dahinter trötet auch schon ein Durstlöscher: <em>Keine Panik, trink Garick</em> - steht in großen Lettern auf seinem Bauch. Von dem Getränk habe ich bis dato nie etwas gehört, aber der große Wagen fährt ruhig an meinen fragenden Augen vorüber, seine Spiegel zwinkern mir frech zu und ich fühle mich ertappt.</p>
<p>Das Klappern eines alten Fahrrads holt mich aus meiner Gedankenspirale zurück und ich schaue auf zwei junge Männer, die händchenhaltend an mir vorbeischlenkern. Der eine trägt einen Hut, der an wilde Westernfilme erinnert und kurz denke ich, dass das an seinem rechten Arm kein Fahrrad, sondern ein brauner Hengst ist. Cold Mountain lässt grüßen. </p>
<p>Den Liebesbrief habe ich Stunden später noch geschrieben, abends im Bett, natürlich bei zugezogenen Fenstern, man weiß ja nie bei so einem neugierigem Geist wie meinem. Schwupps, eh man sich versieht, fliegt er duch den offenen Fensterschlitz und ich sitze am Ende da mit meinen flatternden Haaren, dem klopfendem Herzen, aber ohne Verstand. </p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ein dunkler Schatten über mir]]></title>
<link>http://monfiwi.wordpress.com/?p=273</link>
<pubDate>Wed, 14 May 2008 17:23:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>monfiwi</dc:creator>
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<description><![CDATA[Es geschah an einem Montag, als die Sonne schon morgens fast am Zenit stand und versprach somit läc]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Es geschah an einem Montag, als die Sonne schon morgens fast am Zenit stand und versprach somit lächelnd den Erdenkindern, dass es ein wunderbarer Tag werden sollte. Ich setzte meine Sonnenbrille auf und lief zur S-Bahn. Oben angekommen, stach er mir sofort in die Augen. Er war kein gewöhnlicher Wartender, irgendetwas verwirrte mich, doch ich konnte nicht genau sagen, was es war. Sein Alter ließ sich schwer schätzen, aber eines sah ich sofort: Es musste ein intelligenter Mann sein, der vom Weg abgekommen war.</p>
<p>Als sich die S-Bahn-Türen schlossen, hörte ich von ganz hinten eine summende Stimme, in den Worten war so ein Singsang, den ich nicht einordnen konnte. Es kam immer näher und dann hörte ich: "Ich bin seit acht Jahren obdachlos, aber ich bin nicht so einer, wie Sie hier vielleicht denken und bitte lediglich um eine kleine Spende. Bitte." Ich schluckte und sah zu den anderen Fahrgästen. Einige stellten ihre Musik lauter, andere versteckten sich hinter ihren Zeitungen. Kurz dachte ich: Es ist eine schwere Zeit, jetzt obdachlos zu sein, wo die Menschen sowieso weniger Geld haben. Kaum einer kann wirklich davon existieren. 50 Prozent leben mit einem Jahreseinkommen von 25.000 Euro, wie die neue McKinsey Studie erst kürzlich veröffentlichte. </p>
<p>Vor die Sonne schoben sich düstere Wolken und ich kämpfte mit mir - mit meinem Gewissen. Der Teufel und der Engel lieferten sich eine regelrechte Schlacht, so sehr, dass ich mich fester halten musste, um nicht umzukippen. Er kam an mir vorbei, stieß mich an und ich guckte in seine Augen. So leer, verbraucht, doch ganz hinten sah ich einen zarten Hoffnungsschimmer, dass ich erschrocken das Atmen vergaß. Neben mir raschelte es und ich sah, wie ein Mann seine Geldbörse zückte. Ich atmete auf und spüre, wie sich die Stimmung plötzlich in der S-Bahn veränderte. </p>
<p>Hinterher fragte ich mich: Bin ich kalt? Feige? Aber ich habe nur wenige Cent-Stücke übrig und die gebe ich Leuten, die etwas vollbringen, entweder eine Zeitung verkaufen oder auf einem Instrument spielen, obwohl letztere schon wieder eine andere Kategorie darstellen. </p>
<p>Die Sonne schien tatsächlich den ganzen Tag, doch über mir bewegte sich ständig ein dunkler Schatten wie ein treuer Hund, der nicht von mir weichen wollte. </p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Zehn Fragen der 19.Woche ]]></title>
<link>http://monfiwi.wordpress.com/?p=250</link>
<pubDate>Sun, 11 May 2008 07:18:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>monfiwi</dc:creator>
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<description><![CDATA[
Wichtig ist es, dass man nie aufhört zu fragen, sagte einst der schlaue Albert Einstein. Ich hatte]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:center;"><a href="http://monfiwi.files.wordpress.com/2008/05/strauss1.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-252 aligncenter" src="http://monfiwi.wordpress.com/files/2008/05/strauss1.jpg?w=300" alt="" width="300" height="123" /></a></p>
<p><em>Wichtig ist es, dass man nie aufhört zu fragen, </em>sagte einst der schlaue Albert Einstein. Ich hatte erst Zweifel, ob ich wieder meine Fragen der Woche hier auftsellen soll, aber ich mache es einfach. Es gibt eben Dinge im Leben, bei denen man selbst nicht eine Antwort findet, aber es bleibt die Hoffnung, dass es andere vielleicht tun. Ihr habt mir so tolle Antworten beschert, dass ich einfach wieder welche stellen möchte.</p>
<p>1) Warum tragen derzeit so viele Frauen blaue Schuhe, die aussehen, als hätte man sie in ein Tintenfass getaucht?<br />
2.) Was sind das für komische Insekten vor meinem Fenster? Sie sehen größer aus als Mücken, sind viel langsamer (lassen sich also mit einer Leichtigkeit fangen) und summen auch so? Nur tauchen Mücken nicht erst im Sommer auf?<br />
3.) Wo kommt der schneeweiße Reisebus mit dem Anhänger her, der nachts um kurz vor 2 Uhr an der Ampel hält?<br />
4.) Wo hat der einsame, alte Mann im Rollstuhl vorm Einkaufszentrum seine Beine verloren? Und was zieht ihn täglich dort hin?<br />
5.) Grüntee oder Früchtetee?<br />
6.) Woher weiß ich, dass das genau das richtige Buch für mich ist?<br />
7.) Warum musste Raquel bei Germany Next Topmodel gehen?<br />
8.) Warum verlieren Menschen, die ins Showbusiness einsteigen, ihre Natürlichkeit (s. Gina-Lisa und Sarah die Woche bei Stefan Raab)<br />
9.) Wo haben die fetten Spinnen vor unseren Fenstern in der 5. Etage überwintert?<br />
10.) Wie lange brennt das Teelicht auf meinem Tisch?</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ein Hauch Sommer auf dem Teller]]></title>
<link>http://monfiwi.wordpress.com/?p=239</link>
<pubDate>Sat, 10 May 2008 07:34:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>monfiwi</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die ersten warmen Sonnenstrahlen locken uns raus, wir schlecken Eis und der Sinn steht am Abend nach]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:left;">Die ersten warmen Sonnenstrahlen locken uns raus, wir schlecken Eis und der Sinn steht am Abend nach einem leichten Essen. Dafür habe ich ein Rezept von meinem Liebsten, der es aus Italien importiert hat. Es ist super einfach und so lecker!</p>
<p><strong>Die Zutaten</strong> (für 2 Personen):<br />
3 Zucchinis<br />
1 gelbe Paprika<br />
2 Knoblauchzehen<br />
Olivenöl<br />
2 Töpfe<br />
Farnfalle (Schleifchennudeln)<br />
Pinienkerne<br />
Parmesan</p>
<p><strong>Die Zubereitung</strong><br />
Zu allererst bitte das Gemüse kleinschnippeln. Ich werfe die Sachen gern auf die Teller, die ich später auch nutze (spart Abwasch). Dann den Wasserkocher bis oben hin füllen und heißes Wasser zum Kochen bringen. Olivenöl in den Topf, so dass die Fläche bedeckt ist, Knoblauchzehen rein, kurz andüsten, dann die Zucchinis, die Paprika hinzu - ordentlich würzen, nicht zu schüchtern, mit Salz und Pfeffer, denn gerade die Zucchinis sind so scharf auf das Salz und saugen mehr auf als wir glauben wollen. Parallel das heiße Wasser in den großen Topf, eine Prise Salz, ein Schuss Olivenöl dazu und die Nudeln rein. Das Gemüse mit einem Deckeln schön vor sich hin köcheln lassen. Währenddessen Pinienkerne hineinstreuen, Deckel wieder zu. Dann zum Kühlschrank und frischen Parmesankäse rubbeln. Nach 10 Minuten die Nudeln abgießen, dann sollte auch das Gemüse durch sein - das bitte immer wieder umrühren und gegebenfalls nachwürzen. Das muss sein, weil es ja so weiter keine Soße zu dem Ganzen gibt und es extra würzig sein muss.</p>
<p><strong>Tatarata</strong> - nach 15 Minuten habt ihr nicht nur ein leichtes Essen, sondern auch ein wunderbar schönes auf dem Teller. Man kann das Ganze auch mit Kalbsfleisch, Hühnchen oder Pute ergänzen. Guten Appetit!</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://monfiwi.files.wordpress.com/2008/05/pasta1.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-244 aligncenter" src="http://monfiwi.wordpress.com/files/2008/05/pasta1.jpg?w=300" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>PS. Die Reste lassen sich am nächsten Tag übrigens wunderbar als Nudelsalat verspeisen.</p>
<p>Gibt es da draußen noch mehr solcher leichten Gerichte?</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der Kuss: Eine kleine wissenschaftliche Abhandlung]]></title>
<link>http://monfiwi.wordpress.com/?p=236</link>
<pubDate>Tue, 06 May 2008 16:35:15 +0000</pubDate>
<dc:creator>monfiwi</dc:creator>
<guid>http://monfiwi.wordpress.com/?p=236</guid>
<description><![CDATA[Am Wochenende entdecke ich in der Süddeutschen Zeitung auf der Wissenseite einen interessanten Beri]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Am Wochenende entdecke ich in der Süddeutschen Zeitung auf der Wissenseite einen interessanten Bericht übers Küssen, den ich so süß fand, dass ich die zehn Dinge, gern hier festhalten möchte. Wer dann keine Lust aufs Küssen bekommt, ist selbst schuld.</p>
<ul>
<li>Zwei Drittel aller Menschen neigen ihren Kopf nach rechts, während sie küssen. Ob es ein Küsser bevorzugt, den Kopf nach rechts oder links zu halten, steht schon bei der Geburt fest - diese Prägung entwickelt sich bereits im Mutterleib.</li>
<li>Küssen ist das bessere Zähneputzen. Der Speichelfluss wird angeregt, was Zahnbelag bekämpft. Die Sache hat nur einen Harken, beim Küssen werden auch Kariesbakterien ausgetauscht.</li>
<li>Den ersten Filmkuss in der Geschichte der bewegten Bilder tauschten May Irwin und und John C. Rice 1896 aus. Der Film dauerte 20 Sekunden und trug den schlichten Titel "The Kiss".</li>
<li>Jedes Jahr am 6. Juli wird der Tag des Kusses begangen.</li>
<li>Bei einem leidenschaftlichen Zungenkuss werden im Schnitt 60 Milligramm Wasser, 0,7 Milligramm Eiweiß und Fett sowie 0,4 Milligramm Salz ausgetauscht. Dabei bewegen die Küssenden bis zu 38 Gesichtsmuskeln und verbrauchen - bei einer Kussdauer von drei Minuten - je zwölf Kilokalorien.</li>
<li>Laut einer Legende haben die Menschen das Küssen nur deshalb gelernt, weil im alten Rom einst den Frauen der Genuss von Wein verboten wurde. Die Männer wurden angewiesen, die Einhaltung des Verbots zu prüfen, indem sie von den Lippen der Frauen kosteten - dabei kamen die Menschen auf den Geschmack.</li>
<li>Ein durchschnittlicher Mensch verbringt in 70 Jahren Lebenszeit etwa 110 000 Minuten mit Küssen. Das sind mehr als 76 Tage - am Stück</li>
<li>Louisa Almedovar und Rich Langley tauschten den laut Guinness-Buch der Rekorde den längsten Kuss der Welt aus. Er dauerte 30 Stunden, 59 Minuten und 27 Sekunden.</li>
<li>Die Bonobos, eine als promisk verschrieene Zwergschimpansenart, sind die einzigen Primaten neben den Menschen, bei denen bisher Zungenküsse beobachtet wurden.</li>
<li>Das Kiss-Syndrom steht für Kopfgelenk industrierte Symmetrie Störung. Es bezeichnet eine Fehlfunktion im Bereich der Halswirbelsäule.</li>
</ul>
<p>Der Autor dieser kleinen wissenschaftlichen Abhandlung: Sebastian Herrmann.<br />
Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 2. Mai 2008</p>
<p>~~~~~~~~~~~~~~ Gustav Klimts Interpretation zum Thema Kuss ~~~~~~~~~~~~~~<br />
<a href="http://monfiwi.files.wordpress.com/2008/05/kuss1.jpg"></a></p>
<p style="text-align:center;"><img class="alignnone size-medium wp-image-238 aligncenter" src="http://monfiwi.wordpress.com/files/2008/05/kuss1.jpg?w=200" alt="" width="200" height="300" /></p>
<p>~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Das habe ich mich die Woche gefragt]]></title>
<link>http://monfiwi.wordpress.com/?p=227</link>
<pubDate>Fri, 02 May 2008 18:14:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>monfiwi</dc:creator>
<guid>http://monfiwi.wordpress.com/?p=227</guid>
<description><![CDATA[
1. Wonach wählt mein IPod-Shuffle aus, was als Nächstes gespielt wird?
2. Was will die Dame hinte]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:center;"><a href="http://monfiwi.files.wordpress.com/2008/05/fragen.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-228 aligncenter" src="http://monfiwi.wordpress.com/files/2008/05/fragen.jpg?w=300" alt="" width="300" height="111" /></a></p>
<p>1. Wonach wählt mein IPod-Shuffle aus, was als Nächstes gespielt wird?<br />
2. Was will die Dame hinter mir an der Kasse mit elf Schoko-Wölkchen?<br />
3. Wie heißt der Vogel, der in der Nacht da draußen sein zartes Lied singt?<br />
4. Welches Ziel hat wohl der ICE, der vor meinem Fenster vorbeifährt?<br />
5. Nehme ich Tulpen oder Magnolien?<br />
6. Wieviel Umdrehungen schafft meine elektrische Zahnbürste pro Minute?<br />
7. Fühlen sich alle Ballerinas beim Gehen an, als würde man barfuss laufen?<br />
8. Kaffee oder Espresso?<br />
9. Wo kommt der Pfennig in meinem Portemonnaie her?<br />
10. Welche Funktionen haben die kleine Borsten am unteren Gelände der Rolltreppen?</p>
<p style="text-align:center;">~~ Antworten nehme ich gern entgegen. ~~</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Vom Älterwerden]]></title>
<link>http://monfiwi.wordpress.com/?p=209</link>
<pubDate>Tue, 29 Apr 2008 18:06:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>monfiwi</dc:creator>
<guid>http://monfiwi.wordpress.com/?p=209</guid>
<description><![CDATA[Während ich in den Spiegel schaue, entdecke ich zwischen Lid und Augenrand erste kleine, jungfräul]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Während ich in den Spiegel schaue, entdecke ich zwischen Lid und Augenrand erste kleine, jungfräuliche Falten. Du übertreibst, säuselt er mir liebestrunken ins Ohrläppchen, doch mir ist bewusst, dass auch meine Uhr der Jugend abläuft. Langsam, aber stetig, als wäre ich der Kreidefelsen auf Rügen dessen Schicht Stück für Stück in den gierigen Schlund der Ostsee fällt. Noch zwei Jahre und ich erreiche das Dreißigste Jahr. Das Komische an dem Ganzen ist, ich fühle mich noch gar nicht so wie ich dachte, mich in dem Alter fühlen zu müssen, also ausgeglichener, ruhiger, reifer, weiser. Wie oft vergesse ich heute noch das Atmen, jage ihm regelrecht hinterher wie der Jäger seiner Beute. Das Eheleben und eigene Kinder sind noch in weiter Ferne, wirkliche Lust darauf verspüre ich noch gar nicht. Bin ich gar zu egoistisch, weil ich nicht genug von mir bekommen kann? Nun ich bin seit jeher ein selbstkritischer Mensch mit hohen Ansprüchen, da bleibt es eben nicht aus, dass einige Dinge auf der Strecke verdursten. </p>
<p>Noch haften die Blicke der fremden, älteren Männer an mir wie eine Ölschicht, ich rieche ihre schweißdurchnässte Lust nach Frischfleisch, sehe ihre Augen über meine Brüste, den Po, den langen schlanken Beine wandern, auch wenn sie versuchen, es zu vertuschen, erahne ich ihre Geilheit. Wie geschickt sie auch die Sehnsucht hinter ihre Pupillen verstecken wollen, ich halte sie längst in meinem Kescher, zwinkere ihnen hinter vorgehaltener Hand kokett zu und laufe eilig davon, einzig die Jugend lasse ich ihnen als Schatten zurück.</p>
<p>Die Jugend aalt sich zu gern im Schein der Unendlichkeit. Irgendwie kann man sich nicht vorstellen, älter zu werden. Ich habe keine Ahnung, wie es sich anfühlt, wenn die Knochen zu knirschen beginnen oder man Wimpern in die Falten der Haut legen kann, weil die Festigkeit sich zurückzieht. Und ehrlich gesagt, will ich es heute noch nicht wissen. So lange es geht, genieße ich noch das Jungsein und ich freue mich nun darüber, dass ich schon immer jünger aussah als ich eigentlich war. Zur Teeniezeit hat mich der Umstand sehr genervt, vor allem bei der Vorliebe für ältere Jungs, doch heute küsse ich dieses Gen liebevoll, hüte es wie einen kostbaren Diamanten. </p>
<p>Das Alter war auch vergangene Woche das Thema der ARD. Ich hatte am Montag dazu die großartige Reportage von dem Korrespondenten Sven Kuntze gesehen. Der Journalist bezog ein Altersheim der gehoberen Klasse, auf der Suche nach dem richtigen Domizil fürs Alter. Zwischen lustigen Augenblicken spürte man die Ohnmacht der alten Damen und Herren. Viele wollten mehr als sie eigentlich dazu in der Lage sind. Der Geist ist oftmals noch hellwach, nur der Körper erinnert sie an einen schweren Stein, den man am Bein festgebunden hat und der einem daran hindert, vorwärts zu kommen. </p>
<p>Aber Alter ist nicht gleich Alter, wage ich an dieser Stelle zu behaupten. Wie die Jugend fängt sie bei einem selber an. Es ist das, was man draus macht und beginnt bei der Kleidung, hört später im Kopf auf. Ich glaube, wenn man schon als junger Mensch dafür sorgt, am Ball zu bleiben, muss es im Alter nicht plötzlich aufhören. Ich klammere hier Krankheiten wie Demenz und Parkinson einfach mal aus. Menschen, die sich von jeher geistig mit Literatur, Kunst und Kultur auseinandersetzen, besondere Hobbies pflegen, laufen sicherlich nicht so schnell Gefahr, dass sie einrosten, wie es der allgemeine Sprachgebrauch gern bezeichnet. Sich nicht berieseln zu lassen, auch wenn es nach einem anstrengendem Arbeitstag müßig erscheint, kann einem am Ende nicht nur sehr bereichern, sondern auch beschützen. Dies jedoch ist meine Theorie, das Alter hat seine eigenen Antworten und wird sie mir irgendwann selbst verraten.</p>
<p>Warum haben wir eigentlich Angst vor den schwindenen Jahren? Vor dem großen A zwischen den Zähnen? Eine 60 gehört genauso zum Leben wie eine 28, denke ich, streiche über die kleine Falte und entdecke 90 Grad tiefer süd-östlich einen roten funkelnden Pickel.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Augen der Großstadt]]></title>
<link>http://monfiwi.wordpress.com/?p=189</link>
<pubDate>Sun, 20 Apr 2008 15:32:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>monfiwi</dc:creator>
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<description><![CDATA[Es geht alles viel zu schnell. Als ich das Ausmaß der kleinen Tragödie beginne zu begreifen, bist ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Es geht alles viel zu schnell. Als ich das Ausmaß der kleinen Tragödie beginne zu begreifen, bist du mit deinem Koffer in der Menschentraube längst verschwunden und ich ohrfeige mich selbst, weil ich zu feige war, dich anzusprechen.</p>
<p style="text-align:center;"><em>Wenn du zur Arbeit gehst<br />
am frühen Morgen,<br />
wenn du am Bahnhof stehst<br />
mit deinen Sorgen:<br />
da zeigt die Stadt<br />
dir asphaltglatt<br />
im Menschentrichter<br />
Millionen Gesichter:<br />
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,<br />
die Braue, Pupillen, die Lider -<br />
Was war das? vielleicht dein Lebensglück...<br />
vorbei, verweht, nie wieder. </em></p>
<p>Mensch K., ich habe dich eben in Berlin wieder gesehen. Dir habe ich die Liebe zu dieser Stadt zu verdanken. Weißt du noch damals in Brighton? Wir machten beide diese verrückte Sprachreise mit dem chaotischen EF. Der erste Tag, so viel neu, nur englische Wörter. Übereifrig stellten wir uns alle vor. Als ich dich fragte, sagtest du: My name is K. I come from Germany. Dann können wir ja Deutsch reden, sagte ich und wir lachten. Danach war vieles schöner. Selbst viele Monate nach England. Wir schrieben uns, ich besuchte dich oft in Berlin und verliebte mich in die Stadt. Aber irgendwann wurden die Briefe weniger bis es ganz zum Stillstand kam. Das Letzte, was ich weiß, ist, dass du Stewardess geworden bist, um dein Studium zu finanzieren.</p>
<p style="text-align:center;"><em>Du gehst dein Leben lang<br />
auf tausend Straßen;<br />
du siehst auf deinem Gang, die<br />
dich vergaßen.<br />
Ein Auge winkt,<br />
die Seele klingt;<br />
du hast's gefunden,<br />
nur für Sekunden...<br />
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,<br />
die Braue, Pupillen, die Lider -<br />
Was war das? Kein Mensch dreht die Zeit zurück...<br />
Vorbei, verweht, nie wieder.</em></p>
<p>Gerade eben auf der Rolltreppe glaubte ich meinen Augen kaum. Bis zur letzten Stufe steige ich zu dir hinab, gucke mir dein Profil an und denke mir: Ja, das ist die Kai. Dann sehe ich deine Augen und erste Zweifel beschleichen mich. Bist du das wirklich? Wo ist das Liebenswerte, was aus dir stets so angenehm herausströmte? Bist du heute mehr Feind als Freund oder doch Freund und kein Feind…</p>
<p style="text-align:center;"><em>Du mußt auf deinem Gang<br />
durch Städte wandern;<br />
siehst einen Pulsschlag lang<br />
den fremden Andern.<br />
Es kann ein Feind sein,<br />
es kann ein Freund sein,<br />
es kann im Kampfe dein<br />
Genosse sein.<br />
Er sieht hinüber<br />
und zieht vorüber ...<br />
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,<br />
die Braue, Pupillen, die Lider -<br />
Was war das?<br />
Von der großen Menschheit ein Stück!<br />
Vorbei, verweht, nie wieder. </em></p>
<p>… und denke, es war wahrscheinlich gut so, dass ich dich nicht angesprochen habe. So bleibt die warme Erinnerung in meinem Herzen und wird nicht gekillt von einem neuen Bild. Nein, das warst du nicht, nicht die K.-S., die ich einst kannte…</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Liebe zwischen den Waschmaschinen]]></title>
<link>http://monfiwi.wordpress.com/?p=161</link>
<pubDate>Tue, 08 Apr 2008 08:13:38 +0000</pubDate>
<dc:creator>monfiwi</dc:creator>
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<description><![CDATA[
Für jede Geschichte gibt es irgendwann den passenden Zeitpunkt. So wie für diese hier. Es ist kei]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:center;"><a href="http://monfiwi.files.wordpress.com/2008/04/waschsalon.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-162 alignleft" style="float:left;" src="http://monfiwi.wordpress.com/files/2008/04/waschsalon.jpg" alt="" width="169" height="218" /></a></p>
<p>Für jede Geschichte gibt es irgendwann den passenden Zeitpunkt. So wie für diese hier. Es ist keine emotional aufgeladene Lovestory oder ein Abriss aus dem eigenen Gefühlshaushalt, sondern ein nüchterner Streifzug aus dem Leben eines kleinen Waschsalons.</p>
<p>Manchmal ist es nicht schlimm, ohne Waschmaschine zu leben. Ich weiß, für viele wäre es ein Graus, aber ich will mittlerweile keine mehr. Zu groß ist die Lust, jeden Dienstag in den Waschsalon zu fahren. Pardon, in DEN WASCHSALON, er selbst wurde das <em>Waschcafé</em> getauft.<br />
Von draußen sieht er nicht sehr einladend aus, ein bisschen steril, große Fenster, weiße Fassade, ohne Charme oder Geschmack, man würde ihn zwischen den Häuserzeilen an der Hauptverkehrsstraße sicherlich leicht übersehen. Direkt am Eingang steht ein Aufsteller, der alle Getränke aufzählt, die es in dem kleinen Waschsalon-Café zu trinken gibt: Espresso, Latte Machiato, Kaffee, Kakao, Bionade.</p>
<p>Wenn man reinkommt, hört man bereits das leidenschaftliche Routieren der Waschmaschinen, der Geruch von frischem Waschmittel mischt sich mit dem des Kaffees und leicht orientierungslos steht der Gast vor dem Automaten, der so viele Knöpfe hat. Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Tag hier.<br />
“Haben Sie schon eine Maschine mit Wäsche gefüllt?” fragt eine Stimme neben mir aus dem Off. Ich drehe mich um und schaue einem kleinen rothaarigen Mann mit riesiger Sonnenbrille an.<br />
“Ja, die da hinten. Ähm, die Nummer 9.”<br />
“Gut, dann werfen Sie bitte 2.50 € rein oder brauchen Sie noch Waschpulver?”<br />
“Nö, das habe ich selbst. Ach, wo gieße ich das am besten rein. Da sind drei Löcher.”<br />
“In das Große, das Mittige.”<br />
“Vielen Dank.”<br />
“Papperlapapp, dafür bin ich ja da.”</p>
<p>“Guten Tag. Wieviele Maschinen brauchen Sie heute?” fragt der rothaarige Mann eine halbe Minute später zwei junge Männer, die kurz nach mir mit zwei großen Taschen den Salon betreten.<br />
“Zwei”, sagt der Kleinere von beiden.<br />
“Ja, dann kommen Sie mit. Hier hinten sind noch zwei frei. Wäre doch gelacht, wenn wir das nicht hinbekommen.”<br />
Während er noch spricht, denke ich, ich habe eine Halluzination, denn am Eingang zum Café steht noch ein anderer rothaariger Mann, der ihm zum Verwechseln ähnlich sieht, gleiche Haare, gleiches Gesicht, ebenso in Anzug, doch ohne Sonnenbrille, dafür mit einem eleganten Hut.<br />
“Alles okay?” fragt dieser mich.<br />
“Ja”, antworte ich, “ich hätte gern einen Kaffee.”<br />
“Gern, dann komm mal mit. Was willst du denn für einen?”<br />
“Einen ganz normalen.“<br />
“Mit Milch?“<br />
“Genau.“<br />
Das Zwischenspiel von du und Sie erlebt man hier öfter, wie ich später herausfinde. Darin unterscheiden sich die beiden. Irgendwie reizend. Ich setze mich an einen der kleinen Tische und habe meine Maschine im Blickfeld.<br />
“Endlich ist der Laden wieder voll”, sagt er.<br />
“Wieso? Was war denn los?”<br />
“Na ja, der Streik. Da kamen kaum Leute. Das ist schon hart.”<br />
“Ich verstehe. Ja, echt doof.”<br />
Es rumpelt, pfeift und zischt hinterm Tresen. Die Espressomaschine spuckt erst Dampf und dann meinen Kaffee aus, der hier übrigens hervorragend schmeckt. Einige Fremdlinge, also Leute ohne Wäsche, kommen extra hier her,um den Kaffee zu trinken, meistens als Coffee to go<br />
“Weiß hier einer, was Holunder auf Englisch heißt?” fragt der Hutträger.<br />
“Berry… oder so?” stammele ich. Allgemeines Achselzucken macht sich in dem kleinen Raum breit, der bestimmt nicht mehr als 15 Quadratmeter misst und schlauchförmig ist - rank und schlank.<br />
Das englischsprachige Mädchen ist sich dann doch zu unsicher und nimmt ein schlichtes Wasser.<br />
“Holunder, Holunder…” murmelt der Hutträger und geht zu seinem Zwillingsbruder in den Salon.<br />
Die beiden Inhaber passen nicht in das Bild des Salons. Immer, wenn ich sie antreffe, sind sie schick angezogen, viel zu edel mit Anzug und Krawatte.<br />
“Wer hat die Nummer acht?” fragt der Sonnenbrillen-Mann und reckt seinen erhitzten Kopf ins Café.<br />
“Ach, das ist meine”, ruft ein junger Typ mit Zopf neben mir.<br />
“Können Sie die Maschine bitte ausräumen.”<br />
“Klaro.”<br />
Im Salon hat sich in der Zwischenzeit eine Menschentraube gebildet und auf der Stirn der beiden sammeln sich langsam richtige Schweißtropfen.<br />
“Geh du mal rüber ins Kaffee”, schubst der Hutträger seinen Bruder an.<br />
“Hast du das hier im Griff.?”<br />
“Wat für eine Frage.”</p>
<p>Ich nehme immer ein Buch mit in den Salon, doch zum Lesen komme ich selten. Das Umfeld lenkt mich zu sehr ab. Letzte Woche waren fünf italienische Mädchen mit ihren bunten Reisetaschen hier, und der eine Inhaber versuchte mit Händen und Füßen ihnen die Funktionsweise des Automaten zu erklären. Das Englisch der beiden gehört auch mehr zu den Schwächen wie oben zu lesen war und doch schaffen sie es mit ihrer drolligen Ausstrahlung, das Minus glänzend zu übermalen. Ich mache mich nicht lustig über sie, doch wenn man sie sieht, weiß man, was ich meine. Die beiden sind klein, gerade mal so groß wie ich, also 1.69 Meter, fuchteln oft charmant mit ihren Händen in der von Waschmittel durchtränkten Luft, laufen in ihren Anzügen hin und her, immer darauf bedacht, jeden Gast ein gutes Gefühl zu hinterlassen. Sie sind aufmerksam, zuvorkommend und ihrer Art einzigartig. Manchmal erinnern sie mich an kleine hektische Hamster, die sich gegenseitig am Fell ziehen.<br />
Wahrscheinlich haben die Brüder irgendwo in der Stadt noch ein anderes Etablissement, denn vor einigen Jahren residierten sie mit ihrem Café in der Galerie Lafayette - anders kann ich mir ihr schickes Aussehen nicht erklären.<br />
Obwohl sie sehr nach Business aussehen, finde ich so großartig, wie sie sich um jeden Kunden bemühen, der mit seiner vollen Tasche eintrifft. Businessmänner mit dem Herzen an der richtigen Stelle.</p>
<p>Im Waschsalon selbst trifft sich alles, was lebt und zappelt, würde meine Oma sagen. Ob jung oder alt, fashion oder old fashion, ob schwarz oder weiß - hier gibt es Nichts, was es nicht gibt. Das Publikum ist international, so ist die englische Sprache hier oft dominierend. Wie selbstverständlich sich die Leute hier helfen, fast als wären sie die Zahnräder der Uhr, die immer richtig greifen. Alles tickt im gleichen Rhythmus, kein Harken, kein Aussetzen. Eben einfach ein wohlbekömmlicher Waschmaschinengroove.</p>
<p>Ich habe lange überlegt und nachgedacht, was mich dort zwischen den Maschinen hält. Vielleicht ist es ja die Nächstenliebe im Waschsalon, die mich so glücklich macht.</p>
<p>Wenn also noch jemand einen Waschsalon in Berlins Mitte sucht, dann kann ja <a href="http://www.waschsalon-berlin-mitte.de/angebot.html">hier</a> mal vorbeischauen.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Sığır hücresinden embriyo!]]></title>
<link>http://bloglu.wordpress.com/?p=296</link>
<pubDate>Mon, 07 Apr 2008 01:02:46 +0000</pubDate>
<dc:creator>Acemi blogçu</dc:creator>
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<description><![CDATA[İnsan ve sığır hücrelerinden oluşturulan embriyoların üç gün kadar yaşatılabildiği ve ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<h3>İnsan ve sığır hücrelerinden oluşturulan embriyoların üç gün kadar yaşatılabildiği ve çeşitli hastalıkların tedavisi için yapılan tıbbi araştırmalar çerçevesinde geliştirildikleri açıklandı. Benzer uygulamaların yaygınlaştırılmasına olanak sağlayan ve daha Avam Kamarası’na getirilmeden sert tartışmalara neden olan ilgili yasadan önce elde edilen embriyoların mikroskop altında aynı dönemdeki herhangi bir insan embriyosuna benzediği bildirildi. Katolik Kilisesinin itiraz ettiği ve İngiltere kabinesindeki Katolik bakanların istifasına bile yol açabileceği belirtilen uygulamayı destekleyen tıp çevreleri ise hastalıkların anlaşılabilmesi ve tedavi edilebilmesi için bu tür araştırmalara mutlaka izin verilmesi gerektiğini kaydetti. Söz konusu çevreler, uygulamanın Parkinson ve Alzheimer gibi hastalıklara yeni tedavi yöntemleri bulunmasına yardımcı olabileceğine de dikkat çekti. Embriyoların insan cildinden alınan DNA’ların sığır yumurtalarına enjekte edilmesiyle elde edildiğini belirten bilim adamları, araştırmalarda sığır yumurtalarının kullanılmasının nedeninin, bağışçılardan alınan insan yumurtalarının "kıt" ve "değerli" olmasından kaynaklandığını ifade etti. İngiltere’de çıkartılması düşünülen yasaya göre, insan-hayvan melezi embriyolar sadece araştırma amacıyla geliştirilebilecek ve bu embriyoların 14 günün ötesine geçmesine asla izin verilmeyecek. Bilim adamları, bu embriyolardan vücudun temelini oluşturan kök hücreleri almak ve bunlar üzerinde sebebi bilinmeyen ve tedavisi bulunmayan hastalıklar konusunda araştırma yapmak istiyor. Newcastle Üniversitesi’nin insan-hayvan melezi embriyoların geliştirilmesine olanak tanıyan yasanın Avam Kamarası’nda görüşülmesi ve oylanmasından önce yaptığı bu deneyin Üremesi Sağlığı ve Embriyoloji İdaresinin özel izniyle yapıldığı açıklandı.</h3>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[psidoktor.pl - weterynarz radzi - Izopatia, Homeopatia u zwierząt - psy, koty, konie]]></title>
<link>http://mocne.wordpress.com/?p=74</link>
<pubDate>Fri, 04 Apr 2008 14:51:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>mocne</dc:creator>
<guid>http://mocne.wordpress.com/?p=74</guid>
<description><![CDATA[psidoktor.pl - weterynarz radzi - Izopatia, Homeopatia u zwierząt - psy, koty, konie
na stronie www]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>psidoktor.pl - weterynarz radzi - Izopatia, Homeopatia u zwierząt - psy, koty, konie</p>
<p>na stronie <a href="http://www.psidoktor.pl" title="Gabinet Weterynaryjny Szczecin, lecznica, weterynarz" target="_blank">www.psidoktor.pl</a> znajduje się pełna wersja artykułu:</p>
<p><b><a href="http://www.psidoktor.pl/art10.html" title="Izopatia, Homeopatia u zwierząt - psidoktor.pl" target="_blank">Izopatia, homeopatia  u zwierząt</a></b></p>
<p>z niego dowiesz się...</p>
<p><font color="#4f4f4f" face="verdana" size="2"> Izopatia...<b>No właśnie, o co chodzi?</b>  </font></p>
<p><font color="#4f4f4f" face="verdana" size="2"><b> W dużym uproszczeniu.</b>  </font></p>
<p><font color="#4f4f4f" face="verdana" size="2"><b> Jak to działa?</b>  </font></p>
<p><font color="#4f4f4f" face="verdana" size="2"><b> Nowość? Nie całkiem...</b></font></p>
<p><font color="#4f4f4f" face="verdana" size="2"><b> Leczenie.</b>  </font></p>
<p><font color="#4f4f4f" face="verdana" size="2"><b>Badanie.</b>  </font></p>
<p>Osoby które czytały ten artykuł wyszukiwały według haseł:</p>
<p><font color="#4f4f4f" face="verdana" size="2">artykuł o izopatii, artykuł o homeopatii, izopatia, homeopatia u zwierząt, Weterynarz Szczecin, mikroskopia, mikroskop, ciemne pole widzenia, zwierzęta, leczenie homeopatyczne, izopatyczne, izopatia, dunkelfeld</font></p>
<p><b><a href="http://www.psidoktor.pl/art10.html" title="Izopatia, Homeopatia u zwierząt - psidoktor.pl" target="_blank">Izopatia, homeopatia  u psów, kotów, koni</a></b></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Sonntagsspaziergang]]></title>
<link>http://monfiwi.wordpress.com/?p=137</link>
<pubDate>Sun, 30 Mar 2008 17:30:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>monfiwi</dc:creator>
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<description><![CDATA[Während des Sonntagsspaziergang habe ich heute zwischen Unter den Linden und dem Brandenburger Tor ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p align="left">Während des Sonntagsspaziergang habe ich heute zwischen Unter den Linden und dem Brandenburger Tor folgendes wunderbares Schriftstück entdeckt.</p>
<p align="left"><a href="http://monfiwi.wordpress.com/files/2008/03/berlin_martenstein2.jpg" title="berlin_martenstein2.jpg"></p>
<div style="text-align:center;"><img src="http://monfiwi.wordpress.com/files/2008/03/berlin_martenstein2.jpg" alt="berlin_martenstein2.jpg" /></div>
<p></a></p>
<p align="left">Vielen Dank, Herr Harald Martenstein, Sie haben nicht nur mir aus der Seele gesprochen!!!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[An Tagen wie diesen kann sie nur eine Vogue und ein Martini retten]]></title>
<link>http://monfiwi.wordpress.com/?p=136</link>
<pubDate>Sun, 30 Mar 2008 07:36:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>monfiwi</dc:creator>
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<description><![CDATA[Sie hat noch nicht einmal ihre Augen geöffnet, geschweige denn ihren linken Zeh aus der Bettdecke g]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><font size="2" face="Verdana">Sie hat noch nicht einmal ihre Augen geöffnet, geschweige denn ihren linken Zeh aus der Bettdecke gestreckt, schon spürt sie die Eisblumen, die von draußen sanft an die Fenster klopfen. Das wird ein ungemütlicher Tag, murmelt sie und juckt sich an der Nase.</font></p>
<p><font size="2" face="Verdana">Ihr Herz zieht sich zusammen. Wie so oft weiß sie nicht warum. Mag sein, dass das Wetter einer der vielen Übeltäter dafür ist. Der Himmel hält sich eisern in der Warteschlange und zieht wie eine Staubwolke über die große Stadt hinweg. Er gibt einem beinah das Gefühl, man würde erblinden, weil alles nur verschwommen sichtbar ist. Grau in Grau. Das Wetter geht ganz mit der aktuellen Mode im Jahre 2007, denkt sie und zieht ihren dunkelgrauen Pullover über. Der Herr Fernsehturm von gegenüber beginnt heute kopflos den Tag, sein langer Stumpf lässt nur ansatzweise erahnen, dass sich hinter der undurchsichtigen Front, ganz weit oben, eine Kugel befindet, die einst aus Schweden kam.</font></p>
<p><font size="2" face="Verdana">Die Schweden. Sie waren damals unsere Freunde oder etwa nicht? fragt sie. Die Skandinavier haben uns diesen wundervollen Turm geschenkt - so etwas Schönes können doch nur gut Vertraute entwickeln, denkt sie. Die Bücher von Astrid Lindgren jedoch bekam sie in der Deutschen Demokratischen Republik nie zu lesen. Zu stark waren die Eigenbrödler in ihren Geschichten, vermutet ihre Mutter. Schade, denkt sie, wahrscheinlich hätten ihr Lotta und Pippi den Mut gegeben, den sie oft in der Kindheit vermisste.</font><font size="2" face="Verdana"> </font></p>
<p><font size="2" face="Verdana">Tage wie dieser vergehen langsam wie Öl, das im Zeitlupentempo in den Ausguss sickert. Unruhig läuft sie durch die Wohnung, fängt hier und dort etwas an, rückt das Sofa ans Fenster und räumt das Regal in die andere Ecke, bespielt ihren Mp3-Player neu, blättert verträumt in zahlreichen Büchern, um irgendwo eine Antwort in den fremden Welten zu finden. Vielleicht sollte sie an Tagen wie diesen einfach nicht aufstehen und das Leben Leben sein lassen. Sie schmeißt Einiges ungeschickt herunter, klempt sich einen Finger in der Schublade und stößt sich den Fuß am Tischbein. Und natürlich weint sie mehr als wirklich gut tut. Dabei reicht nicht viel, um Tränen aus ihren Augen kullern zu lassen. Etliche Stunden später, wenn der Herr Fernsehturm von oben blinkend den Flugzeugen seinen Herzschlag zeigt, ist ihre Seele wie leergefegt und sie verspürt einen großen Durst.</font><font size="2" face="Verdana"> </font></p>
<p><font size="2" face="Verdana">An Tagen wie diesen kann sie nur eine <font color="#ff00ff">Vogue</font> und ein <font color="#51ae51">Martini</font> retten.</font></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Warum schreibe ich?]]></title>
<link>http://monfiwi.wordpress.com/?p=131</link>
<pubDate>Fri, 28 Mar 2008 19:24:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>monfiwi</dc:creator>
<guid>http://monfiwi.wordpress.com/?p=131</guid>
<description><![CDATA[Vor einigen Tagen fragte mich eine gute Freundin, woher ich die Motivation nehmen würde, zu schreib]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><font size="2" face="Verdana">Vor einigen Tagen fragte mich eine gute Freundin, woher ich die Motivation nehmen würde, zu schreiben, wo doch die Buchhandlungen bis zum obersten Regal mit Büchern gefüllt sind. Die Welt wartet doch nicht auf Neues, sagte sie. Es stimmt und doch ist es mir total egal. Natürlich ist schon über alles geschrieben wurden, aber es kommt doch auf den eigenen Stil an und die Zwischentöne. Und mal ganz unter uns: Von den zahlreichen Neuerscheinungen ist auch viel Ausschuss dabei. Das sagt eine, die aus dem Buchhandel kommt. Was sich heute alles Literatur nennen darf...  Tsss. Was sich heute in der Bestsellerliste findet... Tsss. Selbstverständlich wartet keiner auf etwas Neues, doch wenn etwas Besonderes am Ende des Literaturhimmels auftaucht, ist das Geschrei groß: Die Feuilletons überschlagen sich und machen Purzelbäume, die Verlagsvertreter wirbeln hektisch mit den Armen in den Lüften und die Moderatoren der Talkshows lecken sich gierig die Hände.</font></p>
<p><font size="2" face="Verdana">Diese Frage hat mich seitdem jedenfalls nicht mehr losgelassen und nun hockt sie auf meinem Schoß, voller Erwartung auf die Antwort. Außerdem hat mich der Text von <a href="http://a-wie-anke.blogspot.com/2008/03/selbstkritisch.html">Anke</a> nachdenklich gestimmt.</font></p>
<p><font size="2" face="Verdana">Zunächst einmal schreibt man in dem Metier nicht auf Knopfdruck. So wie jetzt in der S-Bahn überkommt es einen wie ein Juckreiz, aus einem Reflex heraus zückt man das Notizbuch und den Stift. Interessant sind in solchen Augenblicken übrigens die Reaktionen der Menschen. Manche gucken von ihren Zeitungen auf, einige starren mich an. Ha, das wollt ihr wohl wissen, was ich hier schreibe? denke ich und grinse in mich hinein.</font><font size="2" face="Verdana"> </font><font size="2" face="Verdana">Viele Leute denken tatsächlich, wir schreiben wirklich nach Auftrag, auf Abruf.<br />
Ja, für wen schreibst du denn?<br />
Für mich.<br />
</font><font size="2" face="Verdana">Aber du musst doch für wen schreiben?<br />
</font><font size="2" face="Verdana">Sie verstehen einfach nicht, dass man aus sich heraus Geschichten auf die Tasten klimpert. Natürlich schwebt dabei oft leise die Hoffnung mit, dass es anderen gefällt und man eines Tages tatsächlich sein eigenes Buch in den Händen hält.</font></p>
<p><font size="2" face="Verdana">Schriftsteller sind sehr spezielle Personen. Sie lassen sich nicht von irgendwem führen oder beherrschen, wenn sie etwas schreiben wollen, dann vollbringen sie es. Sind sie Egoisten und Narzisten? Auf eine Art schon, denn sie leben häufig in ihrer eigenen Welt. Nicht selten treibt sie die Einsamkeit in die Schreibstube, gefolgt von dem Gefühl sich anders zu fühlen, nicht ganz in die Welt zu gehören.</font><font size="2" face="Verdana"> </font><font size="2" face="Verdana">Sie sind oft Einzelgänger, die sich in den eigenen Buchstaben festhalten, ihre Geschichten sind gewissermaßen ihr Zuhause. So geht es mir. Ich habe schon seit ich ein kleines Mädchen war, das große Bedürfnis weiße Blätter zu füllen. Ich war auch schon immer anders als meine Freundinnen. Nein, ich war rein äußerlich keine Einzelgängerin, aber tief in meinem Herzen spürte ich, dass ich nicht in ihr Puzzle passe. Während sie beispielsweise tanzten, stand ich am Rand der Tanzfläche und fokusierte die Männer und Frauen um mich herum. Ich hatte viele Freundinnen, aber ich war irgendwie immer allein. Ich konnte ihre Erlebnisse nie ganz teilen, weil ich mich anders fühlte, war weit weg in meinem eigenen Kosmos, umgeben von funkelnden Sternen, die mich zärtlich küssten. Als meine Schulfreundinnen mit 16 Jahren ihren ersten Freund, hatten, erlebte ich den totalen Glücksrausch mit meinem ersten Artikel. Sie wurden von ihrem Liebsten entjungfert und mir stahl die Zeitung meine Unschuld. </font></p>
<p><font size="2" face="Verdana">Jahrelang dachte ich, Journalistin wäre meine Berufung. Mit 15 Jahren angefangen und mit 23 Jahren aufgehört. Danach ein abgebrochenes Literaturstudium - die Seminare beim wuscheligen Dr. Winfried Menninghaus erwiesen sich als interessant, aber letzlich als zu abgehoben und realitätsfern. Heute mit 27 Jahren weiß ich wenigstens, wo ich stehe. Immerhin bin ich gelernte Verlagskauffrau, habe ich ein abgeschlossenes Volontariat bei Niedersachsens größter Tageszeitung, das ich vorweisen kann. Ich zog jedoch den Schlussstrich unter der Summe des Journalismus, da ich zu oft gegen die Ecken dieses Metiers gelaufen bin. Du schreibst zu blumig, war ein Satz, der sich bis in meine hinterste Gehirnzelle gebrannt hat. Wenn nicht so, dann eben so. Also poetisch und schriftstellerisch. Bin ich eigentlich eine Jungschriftstellerin? Ein Blick bei Wikipedia sagt: <b>Schriftsteller</b> sind Personen, die das Verfassen insbesondere von literarischen Texten als einen beruflichen Schwerpunkt setzen. Wegen Definitionsproblemen wird diese rechtlich nicht geschützte Berufsbezeichnung wegen ihres gattungs- und genreübergreifenden Charakters zuweilen sogar in einen Gegensatz zur Bezeichnung Autor gebracht. Ich kann mich noch nicht ganz entscheiden, ob oder ob nicht.</font></p>
<p><font size="2" face="Verdana"><strong>Ich schreibe</strong>, weil ich ein viel denkender Mensch bin. Die Buchstaben sind mein persönlicher Rettungsanker, die Klarheit in das Chaos da oben hinein bringen.<br />
</font><font size="2" face="Verdana"><br />
<strong>Ich schreibe</strong>, weil ich viel draußen beobachte und mir gern dazu eigene Geschichten ausdenke. Was für den einen normal ist, empfinde ich als einzigartig. Schau dir beispielsweise die schmutzige, alte Frau am Imbiss an, wie sie verstohlen mit den abgenutzten Schuhen am Boden scharrt. Ich kann da nicht daran vorbeigehen, ohne sie einzuzoomen. Häufig laufe ich durch die Straßen wie ein Schwammkopf und sauge, sauge bis ich atemlos Zuhause ankomme. Ich sehe fremde Menschen und glaube, zu erahnen, was sie mit ihren Augen sagen möchten, ja manchmal husche ich hinter eine fremde Iris, ziehe etwas heraus und verstecke es ganz geschickt in meinem Archiv.</font></p>
<p><font size="2" face="Verdana"><strong>Ich schreibe</strong>, weil es mir ein großes Bedürfnis ist. Andere malen, ich schreibe.</font><font size="2" face="Verdana"> </font></p>
<p><font size="2" face="Verdana"></font><font size="2" face="Verdana"><font size="2" face="Verdana"><br />
<font size="2" face="Verdana">Noch habe ich nicht die große Idee für einen Roman. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich mich nicht ganz fallen lassen kann. Ich habe nicht den Mut auch über Dinge zu schreiben, die mich im normalen Leben erröten lassen. Ich kann noch nicht vollständig zwischen der Phantasie und dem Alltäglichen trennen. Und das sich Treibenlassen klappt noch nicht ganz nach dem schriftstellerischem Ehrenkodex. Außerdem lasse ich mich zu oft von anderen beeinflussen. So sprechen mich Freunde auf meine Ich-Protagonisten an, obwohl ich das dort nicht bin. Vielleicht nur ein Teil von mir, aber ganz? Eigentlich müsste es mir ja egal sein, was andere über mich und meine Texte denken, aber nein, ich bin ein sehr sensibler Mensch, das natürlich auch dazu führt, dieser Leidenschaft täglich nachzugehen. Und natürlich fehlt mir auch die Ausdauer für einen Roman.</font><font size="2" face="Verdana"> </font><font size="2" face="Verdana"><font size="2" face="Verdana"><font size="2" face="Verdana"><font size="2" face="Verdana">Es gibt für alles den richtigen Augenblick. Bei Haruki Murakami war es einst ein Fußballspiel, nach dem er beschloss Schriftsteller zu werden. Und bei mir? Keine Ahnung, aber schon heute weiß ich ganz genau, dass ich eines Morgens aufstehen und mein Werk verfassen werde.</font></font></font></font></font></font><font size="2" face="Verdana"><font size="2" face="Verdana"><font size="2" face="Verdana"><font size="2" face="Verdana"><font size="2" face="Verdana"><font size="2" face="Verdana">Bis dahin pfeile ich an meinem Stil, streife ich durch die Straßen Berlins, atme die Luft der letzten, alten Häuser ein, fange Augenblicke ein, schreibe sie nieder und schmücke meinen Blog. Und selbst wenn nie etwas großes Ganzes zustande kommen wird, dann bin ich meiner Berufung gefolgt und halte ich mich an die weisen Sätze von Fernando Pessoa:</font></font><font size="2" face="Verdana"> </font></font></font></font></font><font size="2" face="Verdana"><font size="2" face="Verdana"><font size="2" face="Verdana"><font size="2" face="Verdana"></font></font><font size="2" face="Verdana"><font size="2" face="Verdana"><font size="2" face="Verdana"><font size="2" face="Verdana"><font size="2" face="Verdana"><font size="2" face="Verdana"><font size="2" face="Verdana"><font size="2" face="Verdana"><em>Selbst wenn wir wissen, dass ein nie zustande kommendes Werk schlecht sein wird, ein nie begonnenes ist noch schlechter! Ein zustande gekommenes Werk ist zumindest entstanden. Kein Meisterwerk vielleicht, aber es existiert, wenn auch kümmerlich wie die Pflanze meiner gebrechlichen Nachbarin. Diese Pflanze ist ihre Freude, und hin und wieder auch die meine. Was ich schreibe und als schlecht erkenne, kann dennoch die eine oder andere verwundete, traurige Seele für Augenblicke noch Schlechteres vergessen lassen. Ob es mir nun genügt oder nicht, es nützt auf irgendeine Art, und so ist das ganze Leben.</em></font></font></font></font></font></font></font></font></p>
<p></font></font></p>
]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Ein Arbeitskampf? Wo fängt er an? Wo hört er auf? ]]></title>
<link>http://monfiwi.wordpress.com/?p=112</link>
<pubDate>Mon, 10 Mar 2008 20:24:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>monfiwi</dc:creator>
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<description><![CDATA[
An Tagen wie diesen weiß ich nicht so recht, wie ich zum Arbeitskampf stehen soll. Ich bin selbst ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><font size="2" face="Verdana"><a href="http://monfiwi.wordpress.com/files/2008/03/verdi1.jpg" title="verdi1.jpg"><img src="http://monfiwi.wordpress.com/files/2008/03/verdi1.thumbnail.jpg" alt="verdi1.jpg" /></a></font></p>
<p><font size="2" face="Verdana">An Tagen wie diesen weiß ich nicht so recht, wie ich zum Arbeitskampf stehen soll. Ich bin selbst Mitglied einer Gewerkschaft aus verschiedenen Gründen, die ich hier nun nicht groß erläutern möchte. Zum ersten Mal komme ich jedoch arg ins Stolpern und finde keine Stange, an der ich mich festhalten kann. Stattdessen wehen mir weiß-rote Verdi-Fahnen vor die Augen. Also schiebe ich sie aus mein Gesicht wie meinen Pony, der zu lang ist und versuche durch Worte einen neuen Halt zu finden.</font><font size="2" face="Verdana"> </font></p>
<p><font size="2" face="Verdana">Gerechtigkeit in dieser Welt ist wichtig und der Kampf dafür. Keine Frage. Aber irgendwo gibt es Grenzen. Wo fangen sie an? Und wo hören sie auf? Ich gehöre derzeit leider zu den Arbeitnehmern, die unter dem anhaltenden Streik der BVG (Berliner Verkehrsbetriebe) zu leiden haben. Ich wähle mit Absicht das Wort Leid. Denn es ist eine große logistische Herausforderung für die Berliner, dieses Dilemma einigermaßen zu überstehen. Für mich bedeutet das Ausmaß jeden Tag zwei Stunden mehr Zeit, um zur Arbeit hin und wieder zurück zu kommen. Bei Sturm und Schneegestöber bin ich, wie viele andere auch gezwungen, einen langen Fußmarsch in Kauf zu nehmen, da ich mir keine Taxifahrt leisten kann. Hinzu kommen überheizte und volle S-Bahn-Züge, die sich um Minuten verspäten. An Umsteigeknoten wie das Ostkreuz staut sich alles vor der morschen, abgenutzten Treppe, die zum oberen Bahnsteig führt und man verpasst schnell seinen Anschlusszug, was natürlich zur Folge hat, dass der nächste wieder überfüllt sein wird. In den Menschenmengen, die einen an Großstädte wie Tokyo erinnern, schiebt man sich nur schleppernd zum Ziel. Von vorn, von hinten, von der Seite dringen zusätzlich klagende Stöhnlaute ans Ohr. Manchmal entwischen dort kleine fluchende Wortgemetzel aus den nach unten gebogenden Mündern der Fahrgäste, die aber schnell geschlichtet werden bis sie wie schüchterne Schatten in den Ohren hängenbleiben.</font><font size="2" face="Verdana"> </font></p>
<p><font size="2" face="Verdana">Ich frage mich, was man mit den Streiks eigentlich erreichen erreichen will. </font></p>
<p><font size="2" face="Verdana"><br />
Die Großen treffen.<br />
Sie zu einer besseren Lösung bewegen. </font></p>
<p><font size="2" face="Verdana">Wen der Arbeitskampf letztlich allerdings trifft, ist der kleine Mann. Der muss früher aufstehen, viel mehr Fahrtzeit in Anspruch nehmen und ist obendrein sehr gestresst. In einem gewissen Maße vertrete ich diesen Kampf, zwei Wochen jedoch finde ich zu lang. Doch, wer hört schon auf die zarte Stimme einer jungen Pendlerin? Natürlich habe ich nicht das Recht zu urteilen, was richtig und was falsch ist in diesen Tagen, denn ich bin keine Busfahrerin, die nachts mit der Angst fahren muss von angetrunkenen Fahrgästen geschlagen oder gar abgestochen zu werden. Ich bin auch keine Müllfrau, die sich mit niedrigen Gehältern herumplagen muss. Und ich bin ebenso keine Erzieherin, die hunderte Euro weniger verdient als ihre Kollegin aus dem Westen des Landes.</font><font size="2" face="Verdana"> </font></p>
<p><font size="2" face="Verdana">Mich beschleicht das Gefühl, das urplötzlich wie ein Vulkan der bedingungslose Streikwahn ausgebrochen ist. Es hat lange Zeit im Inneren gebrodelt, nun läuft die Lava dem Berg hinunter und verbrennt vielen die Finger. Ich finde es großartig, dass die Menschen für Gerechtigkeit auf die Straße gehen. Endlich schaffen die Deutschen ihrem Ärger Luft. Und wieder möchte ich eine Frage zwischen die Zeilen hier streuen: Warum musste man so viele Jahre verstreichen lassen? Wo ist der gewisse Biss wie wir es von unseren Nachbarn wie den Franzosen gewohnt sind? Haben die Gewerkschaften wie Verdi all die vergangenen Jahre geschlafen?</font></p>
<p><font size="2" face="Verdana">Schaut euch doch da draußen die arbeitende Bevölkerung an. Kaum einer kann von seinem Lohn leben und alles wird teurer. So kletterte in diesem Monat erneut die Teuerungsrate 2,4 Prozentpunkte nach oben. Vergangene Woche sagte eine Berlinern in den Abendnachrichten des Lokalsenders: “Eigentlich müssten wir alle auf die Straße gehen.” Ja, es stimmt. Und genau da sollte sich die Bundesregierung mal an die Nase fassen, die sich täglich damit schmückt, dass es immer weniger Arbeitslose gibt. Dass aber ein Großteil über Zeitarbeitsagenturen angestellt sind, zu wenig zum Leben verdienen, verschweigt sie elegant. Andererseits wissen wir auch über den Machteinfluss der Wirtschaft auf die Politik. Das ist alles ein sehr komplexes Thema, das ich hier nicht mit Fakten belegen möchte.</font><font size="2" face="Verdana"> </font><font size="2" face="Verdana">Was ist das für ein Zustand, dass man heutzutage arbeitet und am Anfang des Monats noch so wenig Geld übrig bleibt? Wie viele Menschen nehmen heute für banale Dinge wie beispielsweise eine Urlaubsreise nach Ägypten einen Kredit auf? Und wie viele Hochschulabgängern müssen sich in niedrig bezahlten oder unbezahlten Positionen behaupten? Man möchte meinen, der Wert der Arbeit ist erheblich gesunken und lässt sich übrigens immer bestens mit handfesten Tatsachen begründen. Dazu nehme man die zwei Schlagwörter wie die Osterweiterung und die Globalisierung und fertig ist der Niedriglohnsalat.</p>
<p>Vielleicht ist die Streikwelle ja erst der Anfang eines großen Ganzen? Eine Revolution? Man stelle sich das mal vor: Alle Arbeitnehmer mit einem niedrigen Gehalt gehen auf die Straße! Ist das gut? Es ist klasse!! Dann geht nichts mehr und schön für den, der meint, ein Unternehmen sei dafür da, um Umsatz zu scheffeln. Aber ohne Mitarbeiter? Was macht eine Firma ohne seine Angestellten? In die Luft starren und ruhen.</p>
<p>Nächstes Jahr stehen wieder Wahlen an. Bis dahin werden sich alle Parteien mit Versprechungen schmücken. Ob sie am Ende des Tages eingehalten werden? Diesen Ausgang kennen wir ja zu gut. Also wehen weiterhin die Verdi-Fahnen vor den Nasen und erinnern uns an die Ungerechtigkeit in unserem Land, die heute leider noch mächtig über alles ist, das atmet.</p>
<p></font></p>
]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Das Mädchen auf der Plastiktüte]]></title>
<link>http://monfiwi.wordpress.com/?p=102</link>
<pubDate>Wed, 05 Mar 2008 21:36:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>monfiwi</dc:creator>
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<description><![CDATA[Schau mal, die kenne ich, sonst sitzt sie vor meinem Plus, sage ich. Heute hat sie sich vor dem S-Ba]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><font size="2" face="Verdana">Schau mal, die kenne ich, sonst sitzt sie vor meinem Plus, sage ich. Heute hat sie sich vor dem S-Bahn-Eingang am Alex positioniert, wie gewohnt auf einer alten vergilbten Plastiktüte, zusammen mit ihrem Hund, lässt sie das Leben an sich vorbeiziehen wie eine Wolke. Ab und an lässt das Mädchen einen Schauer an Wörtern auf die schmutzige Straße rieseln, indem sie manchem Vorbeieilendem aus dem gewohnten Trott reißt. Es sind nur eins, zwei Fragen wie etwa: Haben Sie ein wenig Kleingeld? Oder etwas zu essen? Einigen Passanten merkt man sofort an, wenn sie sich ertappt fühlen. Dann räkelt sich zwischen den Mundwinkeln das schlechte Gewissen wie eine verschlafene Katze, die nicht weiß, ob sie nun aufstehen oder weiterdösen soll. Irgendwann, nur wenige Sekunden später vielleicht, taucht ein kurzes Zögern auf, bis die Vernunft siegt und man weiterläuft so als wenn nichts gewesen wäre.</font></p>
<p><font size="2" face="Verdana">Sie mag nicht viel älter sein als ich, vielleicht sogar jünger. Ich weiß es nicht und auch sonst kenne ich das Mädchen mit dem Hund nicht.<br />
</font></p>
<p><font size="2" face="Verdana">Ich würde ihr kein Geld geben.<br />
Aber warum nicht? fragst du.<br />
Weil vor einigen Tagen eine Sozialarbeiterin das Mädchen angesprochen hat und meinte, sie könne ihr einen Ausbildungsplatz besorgen. Das Mädchen stand auf und folgte ihr, doch am nächsten Morgen saß sie wieder an der gleichen Stelle neben dem Einkaufswagen, antworte ich.<br />
Das mag alles sein, doch du weißt nicht, wie sie wirklich lebt und denkt. Für uns sind Dinge wie Pünktlichkeit eine Selbstverständlichkeit, aber solche Menschen haben diese Sachen vielleicht längst verlernt und wissen nicht, wie sie umsetzen oder mit ihnen umgehen können, erklärst du.</font><font size="2" face="Verdana"> </font></p>
<p><font size="2" face="Verdana">Das schätze ich so an dir. Deine Sicht. Es gibt nichts, was du nicht durch zwei Blickwinkel betrachtest. In solchen Augenblicken erinnerst du mich an eine Medaille, die darauf beharrt, das sie zwei Seiten besitzt und nicht nur die mit der wichtigeren Seite. Ich hingegen mache es mir manchmal zu einfach, indem ich gern mit dem Finger auf Leute zeige, die sich nicht in das ordentliche Bild der Gesellschaft fügen. Ich neige dabei gern dazu, mich in die Rolle eines kleinen Mädchens zu versetzen, das einiges entdeckt, laut ihren Kommentar in die Lüfte spuckt und dabei vor Aufregung vergisst, in die andere Richtung zu schauen. Aus Naivität? Aus Schutz? Oder: Weil ich nur sehe, was ich auch sehen möchte?</font><font size="2" face="Verdana"> </font><font size="2" face="Verdana">Natürlich gibt es für alles einen Weg, auch aus der Obdachlosigkeit und dem Bettelleben, aber kennen wir die Menschen wirklich so gut? Was wissen wir über ihre Vergangenheit, die sie auf den Boden des Asphalt degradiert hat? Wir, die mit beiden Beinen im Leben stehen, haben stets gut reden, was besser wäre, wie es möglich ist und so weiter, wie verhält es sich jedoch mit dem Hineindenken?</font></p>
<p><font size="2" face="Verdana">Ich für mich weiß, dass ich das Mädchen jetzt anders anschaue und vielleicht spreche ich sie das nächste Mal einfach mal an. Vielleicht, vielleicht auch nicht - vor meine eilige Klappe habe ich jedenfalls für erste das Schild “Closed“ gehängt.</font></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Micropolitan Museum]]></title>
<link>http://rehabasogul.wordpress.com/?p=33</link>
<pubDate>Mon, 03 Mar 2008 16:34:38 +0000</pubDate>
<dc:creator>Reha Başoğul</dc:creator>
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<description><![CDATA[

Yukarıdaki Yeşil Kaplan Böceği gibi nice larva, deniz canlısı, botanik mahsülü ve harika d]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:center;"><img src="http://rehabasogul.wordpress.com/files/2008/03/micropolitan.jpg" alt="micropolitan.jpg" height="410" width="523" /></div>
<div style="text-align:center;"></div>
<p>Yukarıdaki Yeşil Kaplan Böceği gibi nice larva, deniz canlısı, botanik mahsülü ve harika doğa canlıları için eğitici bir web sitesi olan <a href="http://www.microscopy-uk.org.uk/micropolitan/index.html" target="_blank">Micropolitan Museum</a>'a uğramanızı tavsiye ediyorum. Müze krokisi de rahatça dolaşabilmeniz ve kaybolmamanız için biçilmiş bir kaftan olmuş. Tabii canlı gözlerle tabloları görmek nere, web sitesinden kuru kuruya bakmak nere..</p>
<div style="text-align:center;"></div>
<div style="text-align:center;"></div>
<div style="text-align:center;" align="left"></div>
<div style="text-align:center;"></div>
<div style="text-align:center;"><img src="http://rehabasogul.wordpress.com/files/2008/03/micropolitan3.jpg" alt="micropolitan3.jpg" /><img src="http://rehabasogul.wordpress.com/files/2008/03/micropolitan2.jpg" alt="micropolitan2.jpg" height="275" width="531" /></div>
]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Isaak der Syrer über Selbstreflexion]]></title>
<link>http://monfiwi.wordpress.com/2008/02/29/isaak-der-syrer-uber-selbstreflexion/</link>
<pubDate>Fri, 29 Feb 2008 19:36:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>monfiwi</dc:creator>
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<description><![CDATA[Derjenige, der sich selbst gesehen hat, ist größer als der, der die Engel gesehen hat. 
~~~~~~~~~~]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p align="center"><font face="2"><em>Derjenige, der sich selbst gesehen hat, ist größer als der, der die Engel gesehen hat. </em><br />
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~</font></p>
<p align="center"><a href="http://monfiwi.wordpress.com/files/2008/02/man_ray4_neu.jpg" title="man_ray4_neu.jpg"><img src="http://monfiwi.wordpress.com/files/2008/02/man_ray4_neu.jpg" alt="man_ray4_neu.jpg" /></a></p>
]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Der alte Mann und die Armut]]></title>
<link>http://monfiwi.wordpress.com/2008/02/25/der-alte-mann-und-die-frage/</link>
<pubDate>Mon, 25 Feb 2008 14:17:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>monfiwi</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ich bin erschrocken und kämpfe mit meinen Tränen wie eine Katze, die versucht, eine Wunde an ihrer]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><font size="2" face="Verdana">Ich bin erschrocken und kämpfe mit meinen Tränen wie eine Katze, die versucht, eine Wunde an ihrer Pfote vom Schmerz zu befreien. Die Sonne scheint, der Wind weht, alle Menschen atmen in ihren eigenen Rhythmen und die S-Bahn schlängelt sich brav durch das lange Verkehrsnetz, das die große Stadt verbindet. Eigentlich alles im Normalzustand, sollte man meinen, wenn da nicht die eine Sache wäre, die mich mitten ins Herz getroffen hat, genauso hart als wäre es eine unerwartete Ohrfreige gewesen.</font></p>
<p><font size="2" face="Verdana">Bis vor einigen Minuten erfreute ich mich noch über das Hörbuch, was ich mir gekauft hatte, war ganz verträumt und glücklich über den Sonnenschein im sonst so trüben Februar, doch nun schaute ich entsetzt dem Senioren hinterher. Er war so schnell da wie ein bunter Schmetterling, der spontan von einer Blume in die Luft flattert. Ich wunderte mich zunächst, warum der Mann meinen Sitznachbarn ansprach, der jedoch schnell mit dem Kopf schüttelte. Aber halt, wollte ich rufen, hier sind doch noch zwei Plätze frei.</font><font size="2" face="Verdana"> </font><font size="2" face="Verdana">Das Leben war dieses Mal schneller als ich und zeigte mir mit voller Wucht die nackte Wahrheit. Der alte Mann stand nämlich schon beim nächsten Fahrgast; nur schwach konnte ich seine zurückhaltene Stimme hören. Er fragte:<br />
Haben Sie ein wenig Kleingeld für mich?<br />
Die Dame griff nach ihrem Portemonnaie und gab ihm ein paar Cent. Gerade als ich ihm nacheilen wollte, ging er gebeugt aus dem Zug und bestieg auf der nächsten Seite einen anderen.</p>
<p>Nein, es war kein Alki oder ein Penner. Er sah aus wie mein Großvater, gepflegt und sauber gekleidet mit einem Stoffbeutel in der Hand. So weit ist es schon, denke ich und kämpfe gegen den Zorn, der säuerlich aus meinem Magen aufsteigt. Väter suchen mit ihren Söhnen in Papierkörben nach Flaschen, Senioren betteln Leute an und die Suppenküchen füllen sich täglich.</p>
<p>Die meisten Menschen versuchen die Tatsache zu ignorieren, weil es sie nichts angeht oder ihre Köpfe mit anderen Dingen gefüllt sind, aber gerade solche Augenblicke sollte uns allen sehr zu denken gehen: Ein gepflegter alter Mann, der in der S-Bahn nach ein wenig Kleingeld fragt.</p>
<p></font></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Stochastik in der Großstadt]]></title>
<link>http://monfiwi.wordpress.com/2008/02/16/stochastik-in-der-grosstadt/</link>
<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 19:45:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>monfiwi</dc:creator>
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<description><![CDATA[Wie groß war die Wahrscheinlichkeit, dass wir uns in der riesigen Stadt über dem Weg laufen würde]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><font size="2" face="Verdana">Wie groß war die Wahrscheinlichkeit, dass wir uns in der riesigen Stadt über dem Weg laufen würden? Auch wenn ich in Mathe nie die Leuchte gewesen bin, weiß ich, dass die Zahl am Ende der Rechnung relativ gering wäre.</font></p>
<p><font size="2" face="Verdana">Umso erstaunter bin ich jetzt noch immer über die Tatsache, dass ich aus der U-Bahn schaue und du im gleichen Moment hineinguckst, wir kurz überlegen, nach dem Augenblick der Erinnerung wie aufgeregte Hühner an den Fenstern klopfen, sich unsere Hände durch das kalte Glas berühren, dann kommst du kurz hinein, wir umarmen und küssen uns auf die Wange. Tauschen auf die Schnelle Wörter wie: Geht es dir gut? Wir telefonieren, ja? Schon summt die U-Bahn ihren Abfahrtssong und du springst raus. Die kleine Schauspielerin. Sieh an, denke ich und lächele.</font><font size="2" face="Verdana"> </font></p>
<p><font size="2" face="Verdana">Ehe ich mich versehe, fährt die Bahn weiter und du bist längst in der Menschentraube verschwunden, die die Treppen nach oben ans Tageslicht eilt. Die kurze Begegnung war wie ein kleiner warmer Lichtstrahl, der vor einer Minute an der richtigen Stelle in meinem Herzen vorüberzoomte.</font><font size="2" face="Verdana"> </font></p>
<p><font size="2" face="Verdana">Schön. Vier Jahre lang nicht gesehen und nun der kleine Glücksschub, der mich noch einige Tage begleiten wird wie die Februarsonne, die uns schon sehr lange in diesem Jahr die Treue hält.</font></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Denk immer dran]]></title>
<link>http://monfiwi.wordpress.com/?p=63</link>
<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 18:49:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>monfiwi</dc:creator>
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<description><![CDATA[&#8220;Denk immer dran: Menschen, die verletzt wurden, sind gefährlich, denn sie wissen immer, wie ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>"Denk immer dran: Menschen, die verletzt wurden, sind gefährlich, denn sie wissen immer, wie sie überleben können."</p>
<p>[Zitat aus dem Film "Verhängnis" mit Juliette Binoche und Jeremy Irons.]</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Jahre kommen, Jahre gehen, wirkliche Freunde bleiben]]></title>
<link>http://monfiwi.wordpress.com/2008/01/22/jahre-kommen-jahre-gehen-wirkliche-freunde-bleiben/</link>
<pubDate>Tue, 22 Jan 2008 21:47:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>monfiwi</dc:creator>
<guid>http://monfiwi.wordpress.com/2008/01/22/jahre-kommen-jahre-gehen-wirkliche-freunde-bleiben/</guid>
<description><![CDATA[Oktober 2003
Schon als sie sich kennenlernten, brauchten sie keine Worte für einander, dafür waren]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><font size="2" face="Verdana">Oktober 2003</font></p>
<p><font size="2" face="Verdana">Schon als sie sich kennenlernten, brauchten sie keine Worte für einander, dafür waren ihre Herzen zuständig. Jede Fee und jeder Engel merkte schnell, dass dort zwischen den beiden Frauen mehr als nur die Bezeichnung gute Kollegin vorhanden war. So oft man die Fenster der Augen rieb, der Durchblick blieb verschleiert und ließ zwischen den Beiden Zauberhaftes erahnen, was bei den Erdenkindern eher selten vorkam.</font><font size="2" face="Verdana"> </font><font size="2" face="Verdana">Sie liebte die Schichten im Store, wenn SIE da war. Die Musik war nicht mehr so nervig, die Klimaanlage verlor automatisch an Kälte und das harte Licht der Lampen biss weniger in den Augen. So könnte sie neben ihrem Studium jahrelang weiterleben.</font><font size="2" face="Verdana">Aber nichts ist von Dauer - heißt eines der zahlreichen Gesetze des Lebens auf dem runden Erdball. Ob man will oder nicht - dagegen auflehnen, kam einem ebenso absurd vor als würden alle Hunde rückwärts laufen.</p>
<p>Und so geschah es eines Abends - es muss kurz nach 20 Uhr gewesen sein - dass sie sich zum letzten Mal verabschiedeten. Sie standen an der lauten Straße, der Himmel von Berlin weinte bitterlich und sie hielten sich an den Händen. Ihre Gesichter waren längst plitschnass, das Salz der Augen stärker als die sanft-perlenden Regentropfen. Plötzlich ergriff sie eine Böe, als wollte man nicht, dass sich ihre Wege trennen sollten.</p>
<p>Dann machs gut, mein Schatz, sagte die Größere von beiden. Wir hören von einander. Die Kleinere schrie kurz auf, viel zu oft hatte sie diesen Satz in ihrer jungen Vergangenheit schon gehört. Es war eine Floskel, die sich abnutzte wie der Absatz ihrer Lieblingsschuhe. Sie spürte einen langen Herzaussetzer. Oh weh, wieder jemand Liebes, der meine Hand losgelassen hat, dachte sie, als sie über die Ampel zur S-Bahn-Station eilte. Ihre Hände öffnete sie erst sehr spät in der dunklen Nacht aus Angst, die Liebe und Verbundenheit zu verlieren.</p>
<p>Oktober 2020</p>
<p>Wieder sitzt sie in der S-Bahn, kommt aus dem Südosten von Berlin und hält die kalten Hände geschlossen, weil sich in jeder eine Kastanie befindet. Die Größere von beiden hat ihr während eines Herbstspaziergangs beide Früchte geschenkt - aus Dankbarkeit für diese wunderbare Freundschaft. Die Stadt rauscht an ihr vorbei, Leute steigen in die S-Bahn, steigen aus und sie denkt lächelnd an die Worte ihrer Großmutter:</p>
<p><i>Jahre kommen, Jahre gehen. Freunde kommen, Freunde gehen - die ganz Besonderen jedoch bleiben Dir jahrelang an Deiner Seite treu - egal, wie faltig, dick oder grau Du wirst, denn gegen die Macht tiefster Verbundenheit ist jede Zeit und jedes Regenwetter machtlos.</i></p>
<p></font></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Déja Vu]]></title>
<link>http://monfiwi.wordpress.com/2008/01/22/deja-vu/</link>
<pubDate>Tue, 22 Jan 2008 21:07:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>monfiwi</dc:creator>
<guid>http://monfiwi.wordpress.com/2008/01/22/deja-vu/</guid>
<description><![CDATA[Wir kennen uns irgendwoher, das weiß ich sofort, als du mir gegenüberstehst und so lieb lächelst.]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir kennen uns irgendwoher, das weiß ich sofort, als du mir gegenüberstehst und so lieb lächelst. </strong></p>
<p>Du sagst, du brauchst einen Toeffl-Test-Vorbereitungsbuch. In unserer Filiale haben wir dazu nichts und so gehe ich mit dir am PC eine lange Liste durch, um dir ein entsprechendes Buch zu bestellen. Nebenbei quatschen wir herrlich frei und hemmungslos, so als wärst eine meiner Freundinnen. Als ich schließlich die Kundenbestellung ausdrucke, niest du und ich sage: “Gesundheit!” und du darauf: “Nach dem neuen Knigge müsste ich mich eigentlich entschuldigen.” “Schräg“, antworte ich.<br />
Daraufhin lachst du und es kommt mir vor als kannten wir uns schon lange, viele Jahre einer Vertrautheit zwischen uns, die an ein warmes Bett erinnert. Nur sind wir uns gerade eben erst hier begegnet. Hochgerechnet sind es höchstens zehn Minuten.</p>
<p><i>Schade eigentlich, dass ich eine Frau bin und nicht ein Mann, sonst hätte ich jetzt glatt nach deiner Telefonnummer gefragt. </i></p>
]]></content:encoded>
</item>

</channel>
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